Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen

Fröhlicher Austausch und Vernetzung zum 2. Werkstatt-Tag

10.07.2021

Etwa 70 ehrenamtlich engagierte Gemeindeglieder aus unserer Landeskirche kamen zum 2. Werkstatt-Tag der Offenen Kirchen zusammen. Für alle gemeinsam war übergreifendes Thema, sich darüber auszutauschen, warum die Kirchen auch außerhalb der Gottesdienstzeit geöffnet werden sollen. Und wie unterstützt werden kann, dass Menschen in den Offenen Kirchen zur Ruhe kommen und eventuell spirituelle Erfahrungen machen können.
Aufgrund der Pandemie konnten nicht alle Interessierten an der Tagung teilnehmen - auf Anfrage wird das Arbeitsmaterial jedoch zur Verfügung gestellt.

Tagungseröffnung mit Andacht und Grußwort
Kerstin Kracht, Referentin der Fachstelle für Offene Kirche und Kirche im Tourismus (EEB / EVLKS) eröffnete die Tagung zum Thema „Tut mir auf die schöne Pforte" und erläuterte, dass Idee und Themen zum Werkstatt-Tag im Arbeitskreis Kirche und Tourismus unserer Landeskirche entwickelt wurden. Christinnen und Christen aus unserer Landeskirche, die ihre Kirchen lieben und sie auch außerhalb der Gottesdienstzeiten für Andere öffnen wollen, kommen mit Interessierten, die im Themenbereich Tourismus engagiert sind und die nicht zu unserer Landeskirche gehören, zusammen.
Die Andacht zum Tag gestalteten Pfarrer Stephan Tischendorf aus Chemnitz und Kirchenmusikerin Annette Herr aus Leipzig.
Anschließend verfolgten alle Teilnehmenden sehr aufmerksam das Verlesen des Grußwortes der Präsidentin der 28. Ev.-Luth. Landessynode, Bettina Westfeld, die u.a. darauf aufmerksam machte, dass die Offenen Kirchen dazu beitragen, dass unsere Landeskirche als gastfreundliche Landeskirche nach außen strahlt. Das Grußwort wurde als sehr wertschätzend wahrgenommen.

Workshops
Als Workshop-Leitende wurden Menschen eingeladen, die schon seit längerem auf eine besondere Art und Weise dazu beigetragen haben, dass Offene Kirchen einladend auch nach außen wirken.
Es wurde beispielsweise diskutiert, welche konkreten Schritte erfolgen müssen, wenn eigenständig einfache Kirchenführungen konzipiert werden. Die Workshop-Leitung hatte Sabine Lohmann, Kirchenführerin mit Zertifikat des Bundesverbandes Kirchenpädagogik e.V.
Wichtiges Thema war auch innere Haltung und äußere Voraussetzungen, damit Gastfreundschaft im Raum unserer Kirchen wirken kann. Die Workshop-Leitung hatten Pfarrerin Cornelia Henze (Röhrsdorf) und Manja Erler (Referentin für Gemeindeaufbau und missionarische Dienste).
Über Chancen und Stolperfallen beim Entwickeln eines Konzeptes zur Offenen Kirche wurde viel nachgedacht. Die Workshop-Lleitung hatte Kerstin Kracht (Referentin Fachstelle).
Da viele Kirchenhüter auch immer wieder mit Fragen zur Orgel in der eigenen Kirche konfrontiert werden, wurde auch die Königin der Instrumente in einem phantastischen workshop vorgestellt, auseinandergenommen, wieder zusammengebaut und konnte danach - im Plenum für alle - erklingen. Die Workshop-Leitung hatte Annette Herr (Dipl.-Kirchenmusikerin, Dipl.-Instrumentallehrerin, Musikvermittlerin, Vorsitzende des Verbandes Evangelischer Kirchenmusiker*innen vom Landesverband Sachsen e.V.).
Eine Gruppe von jungen engagierten Kirchenmitgliedern in unserer Landeskirche hat viel darüber nachgedacht, warum wir neue digitale Möglichkeiten im Kirchraum verorten sollten. Die Arbeitsergebnisse zur Digitalisierung des Kirchenraumes der Wehrkirche in Großrückerswalde wurden ausführlich vorgestellt. Die Workshop-Leitung hatten Pfarrer Andreas Lau, Tabea Schönfelder, Esther Schreiter und Jonas Hermann. Über die EKD-Kirchen-App in der Heilandskirche in Leipzig-Plagwitz berichtete Franziska Görmar. In diesem Workshop zeigte sich, dass das Themenspektrum der Offenen Kirchen junge und auch ältere Menschen erreicht und anspricht und der Vernetzungsgedanke sehr groß ist.
Ein wichtiges Thema war die gelingende Zusammenarbeit zwischen unserer Kirche und anderen Partnern. Hier konnten die Teilnehmer Konkretes von einem Projekt im Radeberger Land erfahren. Und kamen ins Gespräch zur Frage: Wodurch Zusammenarbeit eigentlich gelingt und was sie bringt. Workshop-Leitung hatten Pfarrer Jan Schober und Ulrike Hantsche (Förderverein Seifersdorfer Schloss e.V.)

Ergebnisse und Tagungsabschluss
Es wurde an diesem Tag deutlich, dass Menschen sich auf unterschiedlichen Wegen engagieren, um die Kirchen zu öffnen. Auch Fragen der Versicherung wurden angesprochen. Das Interesse, die Kirchen auch außerhalb der Gottesdienstzeiten zu öffnen, nimmt innerhalb unserer Landeskirche zu. Auch über das Signet der Verlässlich geöffneten Kirche und der Radwegekirche wurde diskutiert. Kirchen, die ihre Türen öffnen wollen, haben mit Signet eine ganz deutlich wahrnehmbare Außenwirkung über die Grenzen der Kirchgemeinde hinaus. Die Idee, auf der Kirchenlandkarte der EVLKS die „Verlässlich geöffneten Kirchen" und „Radwegekirchen" farblich zu kennzeichnen, soll durch die Fachstelle geprüft werden.
Mit Reisesegen und Segenslied wurden die Teilnehmer verabschiedet und bei Kaffee und Kuchen ging informell der Austausch bei schönstem Sommerwetter weiter.