Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen

Wehrkirchen in Sachsen

Unterwegs an einem Samstag im April mit dem Dombaumeister i.R. Günther Donath

Schon im 12. Jahrhundert begannen deutsche Kolonisten den Wald im oberen Erzgebirge zu roden und Dörfer zu gründen. Da sie bereits als Christen hierher kamen, bauten sie in den neu gegründeten Dörfern auf einer besonders ausgewiesenen Fläche – der Kirchhufe – auch gleich ihre Kirchen. Denn für den mittelalterlichen Menschen – ganz gleich ob Bauer oder Herr – war Gott eine Realität, deren Gnade oder Ungnade er ausgeliefert war. Die allgemeine Unsicherheit der - durch die Pass-Straßen erschlossenen - Gebiete des Erzgebirgskamms, vor allem aber marodierende Truppen waren der Anlass, dass man die Kirchen und Kirchhöfe schützen musste. Und sie daraufhin wehrhaft ausbaute. Mit den drei mittelerzgebirgischen Kirchen in Großrückerswalde, Dörnthal und Mittelsaida sowie mit der um 1906 auf den Friedhof umgesetzten Kirche in Lauterbach hat sich eine herausragende Baugruppe eines markanten Dorfkirchentyps erhalten, den die moderne Bauforschung allgemein mit „Wehrkirche" bezeichnet.

In dem Seminar sollen vier Wehrkirchen näher vorgestellt werden. Bei der Besichtigung der hölzernen Blockwerke können sich die Teilnehmer diesen besonderen Kirchentyp selbst erschließen. Beginnend in dem wohl wichtigsten Bau – der Wehrkirche in Großrückerswalde – soll die Spurensuche ihren Anfang nehmen. Wir fahren mit dem Bus ab Dresden (8:30 Uhr) und kommen in Dresden (gegen 18.00 Uhr) wieder an. Herzlich Willkommen!

 

 

 

Beginn: 25.04.2020 08:30 Uhr
Ende: 25.04.2020 18:00 Uhr
Ort: Abfahrt mit dem Busunternehmen ab Dresden / Großrückerswalde / Dörnthal / Mittelsaida / Lauterbach / Ankunft in Dresden

Referent*innen:
Günther Donath

Leitung:
Kerstin Kracht

Kosten:
Kurskosten: 50,00 €
Verpflegung: 15,00 €

 

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